Wie bleib ich als Mama gelassen, wenn mein Kind vor Wut schreit? Ein wütendes, aus vollem Hals brüllendes Kind ist für Eltern stets eine innere Herausforderung an die eigene GELASSENHEIT. Geht das überhaupt?

Wenn z.B. mein dreijähriger Sohn unbedingt etwas sofort haben möchte z.B. Nudeln, die aber noch ein paar Minuten dauern bis sie fertig gekocht sind, oder ein bestimmtes Spielzeug, das er irgendwo in einem Prospekt gesehen hat und unbedingt JETZT sofort kaufen möchte. Leider ist Sonntag oder ich habe nicht vor, ihm jetzt ein neues Spielzeug zu kaufen, da er in ein paar Tagen sowieso zum Geburtstag genügend bekommt, oder ähnliches. Kennst Du solche Situationen auch?
Da innerlich, als Mama oder Papa ruhig zu bleiben, obwohl das Kind vor Wut darüber, dass etwas nicht sofort geht und dann die Wut in Trauer und Gebrüll übergeht, ist nicht so einfach.

Ich versuche in solchen Situationen erst einmal an meinen Atem zu denken und bewusst ein- und auszuatmen. Gleichzeitig beruhige ich mich selbst, indem ich mir innerlich bestätige, das dieses Verhalten auch vorüber geht. Aber Kindergebrüll geht glaub ich fast jedem ins Herz und Gefühl.

Dann wende ich mich meinem Sohn zu und bestätige ihm seine Emotion mit: 
„Ich verstehe, dass Du jetzt total wütend und darüber traurig ist.“ und biete ihm an zu mir auf den Schoss bzw. auf den Arm zu kommen.
Manchmal wird er dann noch wütender, denn seine Gefühlslage ist noch zu stark. Dann lass ich ihn eine Weile mit seiner Wut wüten, so lange er niemandem weh tut oder etwas zerstört.
Stets bleibe ich aber mit meinem Gewahrsein bei ihm, auch wenn ich nebenher etwas tue und wiederhole je nach innerem Impuls von mir meine Worte von oben noch einmal. Wenn die größte Wut verraucht bzw. der größte Schmerz weg ist, spätestens dann ist er bereit das Angebot des Gehaltenwerdens anzunehmen.

Dieses Gefühl, da ist jemand, der mich auch in meinen größten und stärksten Gefühlsäußerungen lieb hat und versteht und vor allem erträgt und aushält ist glaube ich für ein gesundes Aufwachsen eines Kindes sehr wichtig.
Wir kuscheln dann noch eine Weile und schnell ist dann die Wut verraucht und wie weggeblasen.

Wichtig finde ich, dass wir Eltern lernen Gefühlszustände kurz und knapp in Gegenwart der Kinder zu benennen. Kinder lernen sich so wunderbar selbst kennen und gefühlsmäßig einschätzen.
So stellen meine Kinder häufig im Gespräch hinterher fest, dass sie doch vorhin ganz schön wütend oder traurig waren. Das berührt mich dann jedes Mal, wenn sie sich selbst schon so gut einschätzen können.

Wenn Du solche Situationen kennst und ähnlich oder ganz anders reagierst, dann kommentiere doch diesen Artikel. Vielleicht hast Du auch noch gute Tipps für uns Eltern, solchen plötzlichen Gefühlsäußerungen unserer Kinder zu begegnen. Ich würde mich über einen Kommentar und ein „Like“, wenn der Artikel dir gefallen hat sehr freuen.

Und hier noch ein Zeitungsartikel von Jesper Juul im nachfolgend geposteten Artikel. Ebenso sein Thema: „Bleibt gelassen, liebe Eltern“, so seine Kernaussage.

Jesper Juul „Elterncoaching“: Ganz ruhig, Tigermutti

Müssen Mama und Papa alles kontrollieren, was ihre Kinder tun? Jesper Juul, der…

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