… und die vielleicht (ungeahnten) Möglichkeiten des VerbundenSEINS beim gemeinsamen selbst Herstellen von Spielzeug.

Es muss nicht immer gekauftes Spielzeug sein! Hast Du schon einmal gesehen, wie wertvoll für Kinder selbst hergestelltes Spielzeug ist?

Kinder bemerken plötzlich im Spiel, dass ihnen etwas fehlt und schon wollen sie es am besten sofort haben:

„Mama, ich brauche unbedingt einen Löwen!“ Oder: „Mama, können wir nachher ins Spielzeuggeschäft gehen? Ich brauch‘ unbedingt einen Tunnel!“

Wenn diese fehlenden Dinge, dann nicht gleich da sind, oder wir Erwachsenen auch nicht alles kaufen wollen, kann es schon einmal sein, dass man ein wütendes oder bockiges Kind ertragen muss.

Hin und wieder ist es sicher sinnvoll durch diesen Prozess des Nichthabens durchzugehen, aber manchmal reicht es schon aus, wenn sich jemand Zeit nimmt und selbst tätig wird.

Zu Hause hat man fast immer ein paar Verpackungen übrig oder die Möglichkeit Naturmaterialien zu sammeln.  Mit ein bisschen Erfindungsgeist lassen sich damit recht schnell fehlende Kinderspielzeuge basteln, anstatt das „teure“ Spielzeuggeschäft zu besuchen. Entweder man sucht heutzutage am besten im Internet nach Bastelideen oder noch besser, man kombiniert selbst, schaut was für Materialien da sind und fängt einfach an.

Schon allein das gemeinsame Überlegen, Zusammensuchen der Materialien und das Basteln stärken die Bindung zwischen Eltern und Kind und hinterlassen fast immer ein beglückendes Gefühl.

Die Spannung und Vorfreude ist meist groß und wenn das Spielzeug dann endlich fertig ist, wird damit gleich gespielt.

Kinder verknüpfen mit diesen selbstgemachten Dingen viel und halten sie daher besonders in Ehren.

Und hier die vielleicht (ungeahnten) Möglichkeiten des VerbundenSEINS beim gemeinsamen selbst Herstellen von Spielzeug im Überblick:

  • Gemeinsames Tun bzw. hier das Basteln mit Mama, Papa oder einer anderen Person stärken
    • das gegenseitige VerbundenSEIN
    • und die Bindung
    • sowie die gemeinsame Kommunikation und das Hinhören, da bei dieser Aktion im schnelllebigen Alltag Zeit dafür entsteht
  • Das selbst Herstellen von nutzbaren Spielsachen
    • stärken das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten
    • fördern die (fein-) motorischen Fertigkeiten im Umgang mit verschiedenen Materialien und Arbeitsgeräten (Schere, Lineal, Stifte, Kleber,…)
    • setzen kreative Denkprozesse in Gang (welches Material, wie viel davon brauche ich, in welcher Reihenfolge baue ich, …)

 

Nun wünsche ich allen Eltern, Großeltern, Erzieherinnen, Lehrern und anderen viele schöne aus der „Not“ geborene Bastelsituationen, die bereichern und beflügeln können. Bei nicht geplanten Aktionen, wird die Erfindungsgabe besonders wichtig, die Spannung bleibt groß bis zum Schluss, ob die sich ausgedachte Vorgehensweise sich auch wirklich umsetzen lässt.

Aber bitte, es muss nicht alles perfekt sein! Bei den Kindern schon gar nicht! Da zählt viel mehr das Herzblut, was man da hinein steckt und ein bisschen, wie wir Erwachsene das selbstgemachte Spielzeug gegenüber den Kindern „verkaufen“.

Ein kleiner Hinweis vielleicht hierzu am Rande für den richtigen „Mindset“ beim Basteln, insbesondere für alle, die den Perfektionismus lieben:

Betone gegenüber dem Kind im Bastelprozess die Aha-Erlebnisse, das was funktioniert, was das Kind schon kann, z.B. wie toll es mithilft und was der Bastelidee nahe kommt.

Vermeide es unbedingt die Fehlschläge, die Ungenauigkeiten zu erwähnen oder sogar das Gebastelte mit den gekauften Spielzeugen zu vergleichen.

Wir haben Dir eine kleine Kostprobe unserer Bastelaktivitäten im Herbst im Video festgehalten. In unserer Nusswerkstatt zeigen wir Dir, was Du tolles mit Nüssen basteln kannst. Vielleicht können wir Dich damit inspirieren selbst mit deinen Kindern, Enkeln oder Schülern zu Basteln.

Alles Liebe und bleib verbunden!

Jordi

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Schaue hier auf YouTube das Video zu unserer Herbst-Werkstatt Nüsse

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